Bank Frick verdoppelt Jahresgewinn
Bank Frick aus Liechtenstein schliesst das Geschäftsjahr 2017 mit einem Nettogewinn von CHF 6,3 Mio. ab (Vorjahr: CHF 3,2 Mio.). Alle Geschäftsbereiche trugen zum sehr positiven Ergebnis des vergangenen Jahres bei. Bank Frick verwaltet Kundengelder in Höhe von CHF 3’810 Mio. Die Bilanzsumme stieg um 25 % auf CHF 1’360 Mio.
Balzers (LI) – Bank Frick hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die gesteckten Ziele vollumfänglich erreicht. Der Nettogewinn in Höhe von CHF 6,3 Mio. lag um 13 % über dem Budget. Im Vorjahr betrug der Gewinn CHF 3,2 Mio.
Das Eigenkapital betrug wie im Vorjahr CHF 85 Mio. Die Eigenkapitalrendite verdoppelte sich im Vergleich zu 2016 auf 7,4 %.
Das Netto-Neugeld betrug im Jahr 2017 CHF 350,1 Mio. Das verwaltete Vermögen erreichte damit eine Höhe von CHF 3’810 Mio. (+25 %).
Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis stieg auf 66,7 % (59,8 %). Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf Investitionen in das Geschäft, insbesondere auf den Ausbau des Personalbestands von 68 Personen per Ende 2016 auf 81 Mitarbeitende per Ende 2017.
Finanzintermediäre können sich differenzieren
Die strategischen Geschäftsmodelle wurden 2017 weiterentwickelt. Der Verwaltungsrat verabschiedete im Dezember 2017 die Unternehmensvision und ‑mission. «Unsere Vision ist es, anerkannter Anbieter modularer digitaler Bankdienstleistungen von Finanzintermediären zu sein», erklärt Edi Wögerer, CEO von Bank Frick. «Dazu stellen wir ihnen nutzerfreundliche Dienstleistungen zur Verfügung, welche Mehrwert bieten und es unseren Kunden erlauben, sich im Markt erfolgreich zu differenzieren.»
Bank Frick emittierte als erste Bank im CHF-Raum ein auf Kryptowährungen basierendes Zertifikat und begleitete über ein Dutzend Initial Coin Offerings (ICO).
Verschiedene Geschäftsmodelle im Bereich Krypto- und Blockchain-Banking wurden von den spezialisierten Teams bei Bank Frick im Berichtsjahr entwickelt. Erträge aus diesen Dienstleistungen werden ab 2018 erwartet.
Kryptoregulierung gibt Rechtssicherheit
Im Berichtsjahr wendete Bank Frick beträchtliche finanzielle und personelle Ressourcen zur Umsetzung regulatorischer Vorgaben (MiFID II, automatischer Informationsaustausch usw.) auf. «Wir sehen in der Regulatorik nicht nur eine lästige Pflicht. Wir verlangen von unseren Kunden – und bieten ihnen – im Bereich Blockchain-Banking die volle Regulierung, wie im klassischen Bankgeschäft. Unsere Fintech-Unternehmenskunden können einer künftigen Regulierung von Kryptogeschäftsmodellen und -finanzinstrumenten deshalb gelassen entgegensehen», erklärt Edi Wögerer.
Liechtenstein plant bis 2019 als erstes europäisches Land die Regulierung von Blockchain-Geschäftsmodellen. «Die Regulierung gibt den Akteuren in der Branche Rechtssicherheit.»
Verwahrstelle von Kryptofonds
Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Abteilung Fonds und Emissionen bei Bank Frick von mehreren Fondspromotoren beauftragt, ihr Know-how in die Entwicklung der weltweit ersten autorisierten Alternativen Investmentfonds (AIF) für Krypto-Assets einzubringen. Die Fonds wurden Ende Februar 2018 von der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) zum Vertrieb an professionelle Anleger zugelassen. Bank Frick agiert bei diesen Fonds als Verwahrstelle.
Die sichere Verwahrung von Vermögenswerten gehört zu den Kernkompetenzen einer Bank. Das Handling von Krypto-Assets verlangt jedoch nach neuen Abläufen, welche Bank Frick im Geschäftsjahr 2017 entwickelte und implementierte. Diese Basis erlaubte es, Kunden im ersten Quartal 2018 die sichere Verwahrung und den einfachen Handel mit Krypto-Assets anzubieten.
2018: Personalbestand wächst um die Hälfte
Für das laufende Jahr kalkulieren wir mit einem Nettogewinn von CHF 5,2 Mio. Der prognostizierte Gewinnrückgang hängt mit den grossen Investitionen zusammen. Der Sachaufwand für den Ausbau der IT und die Implementierung der Business-Process-Management-Plattform beträgt CHF 2 Mio. Der Personalaufwand beträgt CHF 1 Mio. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2018 in allen Bereichen ein Wachstum.
Der Personalbestand von Bank Frick wächst auch 2018 in allen Abteilungen, mit Schwerpunkten im extrem nachgefragten Geschäftsbereich Blockchain und in der IT. «Wir rechnen mit einem Personalwachstum von rund 50 % bis Jahresende, sodass dann rund 120 Mitarbeitende für die führende Blockchain-Bank in Europa tätig sein werden», so Edi Wögerer abschliessend.
«Wir rechnen mit einem Personalwachstum von rund 50 % bis Jahresende, sodass dann rund 120 Mitarbeitende für die führende Blockchain-Bank in Europa tätig sein werden». Im Bild CEO Edi Wögerer (links) und Verwaltungsratspräsident Dr. Mario Frick.
Über Bank Frick
Bank Frick ist eine familiengeführte liechtensteinische Bank mit Sitz in Balzers. Sie wurde 1998 von Kuno Frick senior (1938–2017) gegründet und wird mehrheitlich von der liechtensteinischen Kuno Frick Familienstiftung (KFS) kontrolliert. Der Minderheitsaktionär Net1 hält 35 Prozent des Grundkapitals von Bank Frick. Der Finanztechnologiekonzern Net1 ist an der Nasdaq-Börse in New York gelistet.
Strategisch fokussiert sich Bank Frick auf Dienstleistungen und Produkte für Finanzintermediäre wie zum Beispiel Treuhänder, Vermögensverwalter, Zahlungsdienstleister, Fondspromotoren und Fintechs.
Zu den Alleinstellungsmerkmalen von Bank Frick gehört die hohe Fachkompetenz im Bereich des regulierten Blockchain-Bankings. Die Bank begleitet ICO, verwahrt Krypto-Assets, handelt für Bank-Frick-Kunden mit führenden Kryptowährungen und macht Krypto-Assets bankable.
Für Intermediäre entwickelt Bank Frick massgeschneiderte Fonds und agiert als Verwahrstelle (Depotbank).
Bank Frick ist als einzige liechtensteinische Bank Inhaberin von Acquiring-Lizenzen von Visa und MasterCard.
Bank Frick beschäftigt über 90 Mitarbeitende. Sie betreibt eine Niederlassung in London, Grossbritannien.
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