Bank Frick erhöht Eigenmittel um 9 % im Geschäftsjahr 2016
Die liechtensteinische Bank Frick schliesst das anspruchsvolle Geschäftsjahr 2016 erfolgreich ab. Der Gewinn beträgt CHF 3,2 Mio. (Vorjahr: 1,8 Mio.). Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von CHF 10 Mio. ist auf Einmalerträge im strategischen Geschäftsfeld Payment Services zurückzuführen. CHF 7 Mio. wurden den Rückstellungen zugeführt. Die anrechenbaren eigenen Mittel betragen nun CHF 85 Mio. (+9 %). Das Tier 1 von Bank Frick beträgt 22,8 %.
Balzers (LI) – Die familiengeführte Bank Frick verstärkte im Jahr 2016 ihre Digital- und Paymentstrategie und schloss umfassende Partnerschaften mit dem Payment-Service-Provider Masterpayment AG und dessen Muttergesellschaft Net 1 UEPS Technologies, Inc. (Net1) ab. Bank Frick ist strategischer Bankpartner und Zahlungsabwickler von Net1, einem international tätigen Anbieter von alternativen Zahlungssystemen.
Bank Frick verkaufte ihr Tochterunternehmen Masterpayment AG im ersten Halbjahr 2016 an Net1. Der Verkauf der Masterpayment AG und die Veräusserung der von Bank Frick gehaltenen Visa-Europe-Anteile führten zu Einmalerträgen in Höhe von CHF 8,9 Mio.
Im Januar 2017 teilten Net1 und Bank Frick mit, dass Net1 30 % der Anteile an Bank Frick erwirbt, um die strategische Partnerschaft weiter zu festigen. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein.
Know-how für Digitalstrategie
Als Teil ihrer Digitalstrategie hat Bank Frick im Berichtsjahr umfassendes Fintech-Know-how zu Kryptowährungen und Wallets erarbeitet. «Dieses Know-how wird in neue digitale Produkte von Bank Frick einfliessen», wie CEO Edi Wögerer erklärt.
Bank Frick verwaltet Kundenvermögen in Höhe von CHF 2,5 Mia. Die Bilanzsumme beträgt CHF 1,1 Mia.
Der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr CHF 7,2 Mio. (Vorjahr: 13,4 Mio.). Die Erträge aus dem Kreditgeschäft stiegen auf CHF 1,1 Mio. (0,4 Mio.). Ebenfalls stiegen die Erträge aus dem Wertpapier- und Anlagengeschäft auf CHF 8,1 Mio. (7,2 Mio.).
Den Kommissionsaufwand konnte Bank Frick auf CHF 8,9 Mio. (11,1 Mio.) senken.
Der Erfolg aus Handelsgeschäften lag im Geschäftsjahr 2016 bei CHF 3 Mio. (2,4 Mio.). Ein wesentlicher Teil der Erträge geht auf Devisengeschäfte zurück, welche von Kunden angesichts der Kursturbulenzen während des Geschäftsjahrs getätigt wurden.
«Im Hinblick auf die Expansionspläne von Net1 erwarten wir, unter anderem bei den Lösungen für mobiles Payment in Europa, substanzielles Neugeschäft im Bereich Zahlungsabwicklung und Acquiring», so Edi Wögerer.
Investitionen in Personal und Technik
Der Geschäftsaufwand stieg in der Berichtsperiode auf CHF 18,1 Mio. (13,2 Mio.) «Wir haben nachhaltig in qualifiziertes Personal investiert, welches die Wachstumsstrategie in den Bereichen Institutionelle Kunden und Payment Services umsetzt. Ebenfalls haben wir stark in zukunftsfähige Systeme investiert», so Edi Wögerer. Der Personalaufwand betrug CHF 9,3 Mio. (7,5 Mio.): Der Sachaufwand betrug CHF 8,7 Mio. (5,7 Mio.).
Die Erhöhung der Eigenkapitalbasis auf CHF 85 Mio. – und somit ein auf 22,8 % erhöhtes Tier 1 – erlaubt es Bank Frick, den Kreditbereich im Rahmen der Strategie auszubauen, wobei hier namentlich die Forcierung von Betriebsmittelfinanzierungen im Vordergrund steht.
Die anstehenden regulatorischen Herausforderungen und Änderungen sieht man bei Bank Frick nicht nur als Mehrbelastung: «Für unsere Bank mit ihren effizienten, verbindlichen Entscheidungsstrukturen bietet die sich wandelnde Regulatorik auch neue Geschäftschancen», so Bank-Frick-CEO Edi Wögerer abschliessend.
Bank-Frick-CEO Edi Wögerer: «Wir haben nachhaltig in qualifiziertes Personal investiert, welches die Wachstumsstrategie in den Bereichen Institutionelle Kunden und Payment Services umsetzt.»
Über Bank Frick
Bank Frick ist eine familiengeführte liechtensteinische Bank mit Sitz in Balzers. Sie wurde 1998 von Kuno Frick sen. gegründet und wird vollständig von der Kuno Frick Familienstiftung kontrolliert.
Die Bank fokussiert sich auf private Kunden, Firmen- und Fondskunden, welche bei Bank Frick von spezialisierten Abteilungen betreut werden.
Bank Frick ist als einzige liechtensteinische Bank Inhaberin von Acquiring-Lizenzen von Visa und MasterCard.
Für qualifizierte Marktteilnehmer entwickelt Bank Frick massgeschneiderte Fonds und agiert als Verwahrstelle (Depotbank).
Die rund 70 Mitarbeitenden erwirtschafteten im Jahr 2016 einen Gewinn von CHF 3,2 Mio. und verwalteten Vermögen in Höhe von CHF 2,5 Mia. Die Bilanzsumme betrug per Ende Dezember 2016 CHF 1,1 Mia. Die Eigenmittel betragen CHF 85 Mio.
Bank Frick betreibt in London eine Niederlassung.
Share post
Related Articles
Bank Frick erzielt Reingewinn von 9,2 Millionen Franken
In einem herausfordernden Marktumfeld hat Bank Frick 2025 einen Gewinn von 9,2 Millionen Franken erwirtschaftet und ihre budgetierten Ziele leicht übertroffen. Mit Investitionen in strategische Projekte, Produkte und Personal hat sie ihre Wachstumsstrategie weiterverfolgt.
Bank Frick verstärkt ihren Verwaltungsrat mit Marzia Thüring-Menegon
Auf Vorschlag des Verwaltungsratspräsidenten, Dr. Mario Frick, hat die Generalversammlung von Bank Frick eine zusätzliche Verwaltungsrätin ernannt. Mit Marzia Thüring-Menegon gewinnt die Bank die Wunschkandidatin des Verwaltungsrats, die mit ihrer Erfahrung im Zahlungsverkehr, in der IT und Transformation die strategische Ausrichtung stärkt.
Bank Frick vergibt Architektur-Auftrag für neuen Hauptsitz
Bank Frick hat den Architekturwettbewerb für ihren neuen Hauptsitz in Unterbendern abgeschlossen. Mit dem voraussichtlichen Baustart Anfang 2028 setzt sie den Entwurf eines Planungsteams unter der Leitung von Bernardo Bader Architekten um.
Bank Frick erhält Lizenz und eröffnet Standort in Dubai
Bank Frick erhält von der Dubai Financial Services Authority (DFSA) die beantragte Lizenz für ihre Branch in Dubai. Damit stärkt sie ihre Position als Produktführerin weiter und nutzt das Potenzial des wachstumsstarken Finanzplatzes.
Bank Frick spielt mit Angebot für Mitarbeitende in der Champions League
Mit Space 4U hat Bank Frick einen Ort geschaffen, an dem Mitarbeitende abteilungsübergreifend zusammenkommen, Neues ausprobieren und einander gegenseitig inspirieren. Ob Sport, Kreativität oder gemeinsames Erleben: Das Angebot ist vielfältig und wird von den Mitarbeitenden aktiv mitgestaltet. Ein multifunktionaler Raum bietet moderne Trainingsmöglichkeiten und Platz für den kreativen Austausch. Fachleute sind sich einig: Damit nimmt Bank Frick schweizweit und in Liechtenstein eine Vorreiterrolle ein.
Bank Frick verlängert Sponsoring des LieMudRuns um fünf Jahre
Fast alle Tickets für den diesjährigen LieMudRun waren ausverkauft. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage und der grossen Beliebtheit des Hindernislaufs verlängert Bank Frick ihr Sponsoring um weitere fünf Jahre.
Bank Frick gewinnt zwei Goldene Delfine in Cannes
Bank Frick holt mit ihrem Unternehmensfilm «Wir machen das anders» an den Cannes Corporate Media & TV Awards 2025 gleich zwei Auszeichnungen.
Bank Frick erwirtschaftet Reingewinn von 4,5 Millionen Franken
Bank Frick hat im ersten Halbjahr 2025 einen Reingewinn von 4,5 Millionen Franken erzielt. Sie erreicht damit ihre Budgetziele und erwirtschaftet stabile Erträge in einem schwierigen Marktumfeld. Die Entwicklung bestätigt den eingeschlagenen Kurs: Bank Frick hält am Ausblick für einen Jahresgewinn von 9 Millionen Franken fest.
Bank Frick erhält ISO 27001-Zertifizierung für höchste Sicherheit
Bank Frick hat die international anerkannte ISO 27001-Zertifizierung erhalten und setzt damit ein starkes Zeichen für ihr Engagement in der Informationssicherheit. Die Auszeichnung bestätigt die hohen Standards der Bank beim Schutz sensibler Daten und stärkt ihre Position als innovative und vertrauenswürdige Partnerin in der Finanzbranche.
Bank Frick plant neuen Hauptsitz in Bendern
Bank Frick erhält von der Gemeinde Gamprin die Zusage für ein Baurechtsgrundstück in Unterbendern. Dort entsteht der neue Hauptsitz, der im Endausbau Platz für bis zu 700 Mitarbeitende bietet. Mit dem Neubau deckt die Bank den wachsenden Raumbedarf, vereint die Mitarbeitenden wieder an einem Standort und setzt auf eine multifunktionale, zukunftsorientierte Lösung.