Finanzmarktaufsicht genehmigt Net1-Beteiligung an Bank Frick

13. Sep. 2017

Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat das Eigentümerkontrollverfahren bezüglich der Beteiligung von Net 1 UEPS Technologies, Inc. (Net1) an Bank Frick & Co. AG abgeschlossen. Die FMA hat die Genehmigung zu der im Januar 2017 angekündigten Transaktion erteilt. Net1 hat nun 30 Prozent der Anteile an Bank Frick übernommen. Bank Frick und Net1 vertiefen mit dieser Beteiligung ihre bereits erfolgreiche Partnerschaft und bauen die Geschäftstätigkeit der Bank aus.

Die liechtensteinische Bank Frick wurde bislang zu 100 Prozent von der Kuno Frick Familienstiftung (KFS) kontrolliert. Mit der Genehmigung durch die FMA hat die Net1-Gruppe nun 30 Prozent der Stimmrechte von der KFS übernommen.

Net1 und die KFS haben im Januar 2017 die vertraglichen Grundlagen für den Einstieg von Net1 bei Bank Frick geschaffen. Die FMA konnte das Eigentümerkontrollverfahren allerdings erst im Sommer 2017 aufnehmen. Die Gründe dafür sind nicht in Liechtenstein zu suchen.

Gemeinsam neue Geschäftsmodelle entwickeln

Net1 ist ein führender Anbieter von Lösungen für Transaktionsverarbeitungen, mobilen Payment-Lösungen und Onlinetransaktionsdiensten. Das Unternehmen ist an der NASDAQ-Börse in New York, USA, kotiert.

«Wir freuen uns nun darauf, gemeinsam mit unserer neuen, engagierten Miteigentümerin unsere Fintech-Strategie zu forcieren, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und neue Märkte zu erschliessen», sagt Bank-Frick-Verwaltungsratspräsident Mario Frick. «Die enge Verflechtung mit Net1 gibt unserer Wachstumsstrategie einen weiteren Schub.»

Herman Kotzé, CEO von Net1, ergänzt: «Wir sind ausserordentlich erfreut über den Abschluss unseres Investments in Bank Frick. Nun können wir unsere langfristige strategische Partnerschaft vertiefen. Wir freuen uns auf die aktive Unterstützung und das Engagement von Bank Frick bei der Einführung von neuen Produkten und Technologien in verschiedenen Märkten. Dazu zählen wir auch die Entwicklung von Projekten, welche Personen und Kleinunternehmen Zugang zu Finanzdienstleistungen geben [financial inclusion]. Dies wird Bank Frick zusätzliche Schubkraft im Bereich digitaler und mobiler Banklösungen verleihen.

Neue Mitglieder im Verwaltungsrat

Herman Kotzé wurde von der Generalversammlung von Bank Frick zum Mitglied des Verwaltungsrats von Bank Frick ernannt. Ebenfalls neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Michael Kramer, Managing Partner der Kramer Holding AG. Kramers Fachgebiet ist die Umsetzung von Innovationsideen in den Bereichen Technologie, Zahlungsverkehr und Banking.

Das bisherige Verwaltungsratsmitglied Johann Fahrnberger schied mit der Wahl der beiden neuen Mitglieder aus dem obersten Entscheidungsgremium der Bank aus. Präsident Mario Frick bedankt sich bei Johann Fahrnberger im Namen der Bank «für die langjährige wertvolle Mitarbeit und die wichtigen Impulse bei der Entwicklung unserer erfolgreichen Unternehmensstrategie.» Fahrnberger war neun Jahre lang Mitglied des Bank-Frick-Verwaltungsrats.

Weiterhin Mitglieder des Verwaltungsrats sind Präsident Mario Frick, Vizepräsident Roland Frick und Rolf Jermann.

Schon seit 2016 enge Zusammenarbeit

Bank Frick ist seit 2016 strategische Bankpartnerin von Net1 und arbeitet eng mit deren Tochterfirma Masterpayment AG zusammen. Masterpayment ist europaweit aktiv in den Bereichen Onlinezahlungslösungen und Betriebsmittelfinanzierungen.
Der Vertrag zwischen der bisherigen Alleineigentümerin der Bank und Net1 räumt Letzterer eine zwei Jahre gültige Option zum Erwerb von weiteren 35 Prozent der Anteile an Bank Frick ein.

Die Vertragspartner haben weiter vereinbart, dass ‒ ungeachtet der Mehrheitsverhältnisse ‒ die «liechtensteinische Seite» (KFS) bis 2023 den Verwaltungsratspräsidenten stellt.

Alle 78 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Seit Ankündigung der Beteiligung von Net1 an Bank Frick hat der Personalbestand weiter zugenommen. Verwaltungsratspräsident Frick geht aufgrund der gemeinsamen Projekte mit Net1 von einem weiteren personellen Wachstum aus.

Herman Kotzé, Mitglied des Verwaltungsrates von Bank Frick

Herman Kotzé, neu ernanntes Verwaltungsratsmitglied von Bank Frick, CEO von Net1.

Pressefoto Herman Kotzé

 

Michael Kramer, Mitglied des Verwaltungsrates von Bank Frick

Michael Kramer, neu ernanntes Verwaltungsratsmitglied von Bank Frick.

Pressefoto Michael Kramer

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Über Bank Frick

Bank Frick ist eine familiengeführte liechtensteinische Bank mit Sitz in Balzers. Sie wurde 1998 von Kuno Frick senior (1938 – 2017) gegründet. 70 Prozent des Grundkapitals sind im Besitz der der Kuno Frick Familienstiftung. 30 Prozent werden von Net 1 UEPS Technologies, Inc., (Net1) gehalten, einem führenden Anbieter von Lösungen für Transaktionsverarbeitungen, mobilen Payment-Lösungen und Online-Transaktionsdiensten. Net1 ist an der Nasdaq-Börse in New York gelistet.

Bank Frick fokussiert sich auf private Kunden, Firmen- und Fondskunden, welche von spezialisierten Abteilungen betreut werden. 

Bank Frick ist als einzige liechtensteinische Bank Inhaberin von Acquiring-Lizenzen von Visa und MasterCard.

Für qualifizierte Marktteilnehmer entwickelt Bank Frick massgeschneiderte Fonds und agiert als Verwahrstelle (Depotbank).

Die Bank erwirtschaftete mit rund 78 Mitarbeitenden im ersten Halbjahr 2017 einen Gewinn von CHF 2,7 Mio. und verwaltete Vermögen in Höhe von CHF 2,9 Mia. Die Bilanzsumme betrug per Ende Juni 2017 CHF 990 Mio. Die Eigenmittel betragen CHF 85 Mio.

Bank Frick betreibt eine Niederlassung in London.

 

Über Net1

Net1 ist ein führender Anbieter von alternativen Zahlungssystemen über das firmeneigene Universal Electronic Payment System (UEPS) bzw. seine proprietären Mobiltechnologien. Net1 betreibt marktführende Zahlungsabwicklungssysteme in Südafrika und Südkorea. Über Transact24 bietet Net1 Bearbeitung und Ausgabe von Debit-, Kredit- sowie Prepaidkarten für Visa, Mastercard und China UnionPay in China und in anderen Ländern im Asien-Pazifik-Raum, in Europa, Afrika und den Vereinigten Staaten. Über Masterpayment stellt Net1 Zahlungsverarbeitungsdienste bereit und ermöglicht die Betriebsmittelfinanzierung in Europa.

Das UEPS ermöglicht dem Unternehmen die biometrisch sichere, elektronische Echtzeitverarbeitung von Transaktionen in Entwicklungsländern, in denen die lokale Bevölkerung keine Bankverbindung besitzt oder die Bankendichte zu gering ist ‒ weltweit und sowohl online als auch offline. Die UEPS/EMV-Lösung von Net1 ist mit globalen EMV-Standards (EMV = Europay, MasterCard, Visa) kompatibel, sodass der nahtlose Zugriff auf alle UEPS-Funktionalitäten in einer herkömmlichen EMV-Umgebung gewährleistet ist. Ausser für Zahlungsvorgänge lässt sich das UEPS auch für Bankgeschäfte und im Gesundheitsmanagement sowie für Lohnabrechnungs-, Überweisungs-, Stimmabgabe- und Identifikationszwecke einsetzen.

Zu den Mobiltechnologien von Net1 zählt unter anderem die firmeneigene Mobilzahlungslösung MVC, über die sichere mobilbasierte Zahlungen sowie mobile Bank- und Prepaid-Mehrwertdienste in Industrie- und Schwellenländern abgewickelt werden können.

Net1 besitzt eine Primärkotierung an der Nasdaq und eine Sekundärkotierung an der Börse von Johannesburg.

www.net1.com

 

Hinweise an die Redaktion

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
•    Bank Frick: Sigvard Wohlwend, Leiter Kommunikation und Marketing, sigvard.wohlwend@bankfrick.li, +423 388 21 46
•    Net1: Dhruv Chopra, Investor Relations, dchopra@net1.com, +1 917 767 6722
 

Kategorien: Medienmitteilung

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