Bank Frick UK Branch

14. Jun. 2012

Finanzplatz Liechtenstein unterstreicht internationale Wettbewerbsfähigkeit in London

Liechtenstein und Grossbritannien bauen Doppelbesteuerungsabkommen aus

Vaduz/London, 12. Juni 2012 – Im Anschluss an die Unterzeichnung des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) vom 11. Juni 2012 nahmen Regierungschef Klaus Tschütscher sowie Vertreter der britischen Steuerbehörde HMRC an einer Informationsveranstaltung in London teil, die von der Liechtensteiner Wealth Management Gruppe Kaiser Partner und der Bank Frick gemeinsam ausgerichtet wurde. Kernthema der Veranstaltung waren die Inhalte und die Bedeutung des Doppelbesteuerungsabkommens für vermögende Kunden sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Liechtenstein. Mehr als 70 bedeutende Finanzintermediäre nahmen an der Veranstaltung teil.

Wettbewerbsfähig und attraktiv für international vermögende Kundschaft

Das historische Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Liechtenstein und Grossbritannien bekräftigt den Willen und den Wunsch Liechtensteins, seine Position als wettbewerbsfähige und attraktive Jurisdiktion für eine international vermögende Kundschaft weiter auszubauen. Im Anschluss an die offizielle Unterzeichnung im Parlamentsgebäude führten die Verantwortlichen des Abkommens im «Institution of Civil Engineers» im Herzen der Finanzmetropole auf Einladung der Kaiser Partner Gruppe und der Bank Frick eine internationale Informationsveranstaltung durch. Regierungschef Klaus Tschütscher zeigte sich über die Entwicklung erfreut und erklärte die wegweisende Bedeutung des Abkommens für Liechtenstein. «Die Liechtenstein Disclosure Facility schafft nicht nur für UK-Steuerpflichtige mit einer bestehenden Geschäftsbeziehung zu einem Liechtensteiner Finanzintermediär eine Vertrauensbasis, sondern auch für andere Kunden, die eine relevante Beziehung zu Liechtenstein aufbauen möchten. Diese Rechtssicherheit und Stabilität der Kundenbeziehungen sind das Fundament des Vertrauens in den Standort Liechtenstein. Die liechtensteinische Regierung misst einer nachhaltigen und vertrauensbildenden Standortpolitik grösste Bedeutung bei. Liechtenstein löst sein Versprechen an die internationalen Kunden und Investoren ein, auch in Zeiten turbulenter europäischer und globaler Entwicklungen ein verlässlicher und vertrauenswürdiger Partner zu sein. Das ist nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für unseren Staat elementar. Wir wollen ein steuerkonformer Standort sein und fahren diesen Kurs mit grosser Konsequenz. Mit Grossbritannien haben wir eine erfolgreiche Regelung für entgangene Steuergelder auf die Beine gestellt. Ein Abkommen, das sehr gut funktioniert und als Beispiel für Regelungen mit anderen Staaten dienen kann.»

Herausforderung und Chance – mit Weitblick in die Zukunft

Das Doppelbesteuerungsabkommen macht den Finanzplatz Liechtenstein im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig. Fritz Kaiser, Executive Chairman der Wealth Management Gruppe Kaiser Partner und Mario Frick, Executive Chairman der Bank Frick, zeigten sich in London davon überzeugt, dass das Abkommen helfe, Liechtenstein neu und attraktiv zu positionieren.

Fritz Kaiser wies darauf hin, dass wir in einer Zeit rascher und tiefgreifender Veränderungen leben, womit sich auch die Spielregeln im internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft ändern. Er sieht in diesem Umfeld neue Chancen für Kunden und für jene Intermediäre, die die Treiber der Veränderung verstehen und diese zu nutzen wissen. Die Abkommen zwischen England und Liechtenstein zeigen gemäss Fritz Kaiser, wie man auf der richtigen Seite der Veränderungen stehen kann, um vermögenden Kunden attraktive neue und vollkommen legale Off-Shore-Lösungen in Liechtenstein anbieten zu können.

Mario Frick führte aus, warum Liechtenstein für vermögende Kunden weiterhin eine wichtige Adresse sein wird: «Entscheidend für die Kunden ist eine hohe Qualität unserer Wealth Management Dienstleistungen, insbesondere vor dem komplexen Hintergrund der Steuerthematik. Banken in Liechtenstein haben grosse Erfahrung mit Vermögensverwaltung, Asset Protection, Steuerstrukturen und dem Bankgeschäft überhaupt. Sie sind sehr stabil, weil sie nicht im Investment Banking agieren, das teilweise mehr den Charakter von Wetten als von Bankgeschäft hatte. Ich bin überzeugt, dass Liechtensteiner Banken für Kunden wichtig werden können, die Banken brauchen, die es gewohnt sind, mit unterschiedlichen Rechtsordnungen zurechtzukommen. Doppelbesteuerungsabkommen geben dabei einen klaren Rechtsrahmen, in dem man sich bewegen kann.»

Rasche Umsetzung

Das aktuelle Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Liechtenstein und Grossbritannien ist das Ergebnis von zweijährigen Gesprächen und Verhandlungen und unterstreicht das langfristige Engagement zur Zusammenarbeit in Steuerangelegenheiten und Steuerkonformität. Die Verlässlichkeit Liechtensteins hat als Partner des Vereinigten Königreichs zu klaren Vorteilen für Liechtenstein sowie für die Kunden des Finanzplatzes Liechtenstein geführt. Sowohl der Industrie- als auch der Finanzplatz werden damit an das weltweit grösste Netz von Steuerabkommen angeschlossen. Der Vertrag sorgt für die entsprechende Klarheit und Stabilität bei der steuerlichen Behandlung und unterstreicht den Wert des liechtensteinischen Finanzplatzes für globale grenzüberschreitende Geschäfte und Investitionen. Das Inkrafttreten des DBA, für das nunmehr der formale Prozess der Ratifizierung beginnt, wird für den 1. Januar 2013 erwartet.

Kategorien: Medienmitteilung

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